Dinterplatz mit Dinterdenkmal



Adresse:

Dinterplatz mit Dinterdenkmal
Dinterplatz
04552 Borna



Beschreibung:

Dinterplatz

Dinterplatz
Dinterdenkmal
König-Albert-Denkmal

Das Dinterdenkmal am Dinterplatz ist aus rotem Granit gefertigt. Gesetzt wurde es im Frühjahr 1898 als „König-Albert-Denkmal“. Auf dem noch vorhandenen Sockel war eine Bronzebüste des Monarchen platziert, um die sich eine seltsame Geschichte rankt:

In den Nachkriegsjahren wurden in Borna Stimmen laut, die eine Beseitigung des Denkmals forderten, da der „feudalistische Monarch“ nicht mehr in die „neue Zeit“ passe - diverse Notizen aus der LVZ dieser Zeit belegen diese Forderung. In Rücksprache mit dem sächsischen Landesamt für Denkmalpflege in Dresden beschloss der CDU-dominierte Rat der Stadt am 8. Juli 1949 einstimmig die Erhaltung und Wiederherstellung des Objektes. Anfang August wurden die Anlagen rund um das Denkmal dann auch durch Mitarbeiter der Stadt instand gesetzt und die Beete neu bepflanzt.

Doch dann kam die Nacht vom 18. zum 19. August 1949, in der Unbekannte die Bronzebüste von ihrem Sockel entwendeten. Hinterlassen wurde nur ein Schild mit der Aufschrift: „Das alte stürzt wir bauen auf, Neues blüht aus den Ruinen.“ Daraufhin erstatteten Bürgermeister Katz und der Stadtrat Anzeige gegen Unbekannt wegen „Diebstahls und groben Unfugs“. Die Gemüter erhitzten sich noch weiter und es entbrannte eine Diskussion in der Stadt und  im Stadtrat, wie man diese Tat finden solle. Letztendlich wurde sie von der Mehrheit der Stadtverordneten missbilligt, aber zu machen war dann nichts mehr, die Büßte war weg und wurde auch nie wieder aufgefunden. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen wurden ohne Erfolg Ende des Jahres 1949 eingestellt.

Der zurückgebliebene Sockel des ehemaligen „König-Albert-Denkmals“ wurde dann zu dem noch heute bestehenden Dinter-Denkmal umgearbeitet, das zur Feier des 75-jährigen Bestehens der Dinterschule am 24. April 1951 eingeweiht wurde. Ursprünglich gab es Pläne, das "neue" Dinterdenkmal ebenfalls mit einer Metallbüste zu schmücken, diese wurden dann aber aufgrund der allgemeinen Buntmetallknappheit in den Nachkriegsjahren verworfen.