Der Transport der Emmauskirche von Heuersdorf nach Borna

Die Emmauskirche passiert den Ortseingang Borna

Die Emmauskirche ist die älteste Wehrkirche in Sachsen. Erbaut wurde sie im Spätherbst des Jahres 1258, erstmalig erwähnt im Jahr 1297. Wehrkirchen waren Zufluchtsorte, in denen Bauern Schutz vor Bränden und Naturkatastrophen suchten. Aufgrund erheblicher Vorkommen von Braunkohle musste Heuersdorf im Jahr 2008 dem Tagebau weichen. Dank der Bereitschaft der Kirchgemeinde Borna - der einzigen, die sich bereit erklärte, die Emmauskirche aufzunehmen  - kann die Emmauskirche als geweihte Kirche in Borna erhalten werden. Die Kirche wurde als ganzes Gebäude in der Zeit vom 21. Okober bis zum 31. Oktober 2007 von Heuersdorf nach Borna umgesetzt. Mit 1000 Tonnen Gesamtgewicht, 14,5 Meter Länge, 8,8 Meter Breite und 19,6 Meter Höhe war dies eine große Herausforderung, die von der Transportfirma Mammoet gemeistert wurde. Im Vorfeld wurden die Hohlräume des maroden Mauerwerks mit Injektionsschaum ausgefüllt. Die Orgel musste entfernt werden, um das Gewicht zu verringern. Im Inneren der Kirche sowie außen schützten ein Spanngitterrost und Verstrebungen das Mauerwerk vor dem Einstürzen. Ein 800 PS starker Spezialtrailer der Firma Mammoet transportierte die Emmauskirche sicher durch Straßen, über Flüsse und Bahnübergänge bis hin zu ihrem Zielpunkt, dem Martin-Luther-Platz in Borna.

Die Emmauskirche auf dem Weg nach Borna 

  Die Emmauskirche im Engpass
        

Die Emmauskirche auf dem
Weg von Lobstädt nach Borna
 
Hier die engste Stelle in Borna
auf dem Weg zum Martin-Luther-
Platz
  Die Emmauskirche auf dem Weg zur engsten Stelle  Die Emmauskirche auf der B95 in Borna
 Die letzten Meter der Kirche, aus
Richtung B93 kommend zum
Martin-Luther-Platz
 Die Kirche auf der B93 wird
gleich nach rechts zum
Endziel einbiegen